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Achillobursitis
Achillobursitis ist eine Schleimbeutelentzündung der Achillessehne, meist des Schleimbeutels, der zwischen der Achillessehne und dem Fersenknochen liegt. Ist er entzündet, kann man ihn gut therapieren.


1. Was ist eine Achillobursitis oder Schleimbeutelentzündung?

2. Was steckt hinter einer Schleimbeutelentzündung?

3. Diagnose: Woran erkennt man eine Achillobursitis?

4. Therapie der Achillobursitis

5. Dauer einer Achillobursitis


1. Was ist eine Achillobursitis oder Schleimbeutelentzündung?


In dem Wort „Achillobursitis“ steckt das Wort „Bursa“, der Schleimbeutel. Er hat die Aufgabe, starke Reibungskräfte auf die Achillessehne zu vermeiden. Solche Kräfte treten besonders im Bereich des Fersenknochens auf. Daher liegen hier zwei Schleimbeutel:

  • Bursa subachillea: Schleimbeutel zwischen Fersenknochen und Achillessehne
  • Bursa praeachillea: Schleimbeutel zwischen Haut und Achillessehne

Beide Schleimbeutel enthalten Gelenkschmiere, die Synovia, die das Gleiten der Achillessehne ohne Reibungskräfte in diesem kritischen Bereich ermöglicht.

Unter einer Achillobursitis, auch Schleimbeutelentzündung der Achillessehne genannt, versteht man eine entzündliche Reaktion des Schleimbeutels.


2. Was steckt hinter einer Schleimbeutelentzündung?


Durch ständige Überbelastung der Bursa kann es zu einer Entzündung kommen. Man spricht dann von einer Achillobursitis (Endungen auf -itis bezeichnen immer eine Entzündung).

Meist ist davon die Bursa subachillea betroffen, da hier die größten Reibungskräfte entstehen.


3. Diagnose: Woran erkennt man eine Achillobursitis?


Schmerzen kurz über dem Fersenknochen

  • besonders rechts und links der Sehne;
  • Schwellung und Rötung in diesem Bereich;
  • Schmerzen beim Tragen geschlossener Schuhe (barfuß oft keine Schmerzen);
  • Schmerzen beim Anheben des Fußrückens.

Achtung: Schmerzen in dieser Gegend, also kurz oberhalb des Achillessehnenansatzes am Fersenknochen, können auch ein Anzeichen für eine

  • Insertionstendinopathie – Degeneration der Sehne an ihrem Ansatz, also am Fersenknochen oder
  • eine Haglund Ferse – Knochenvorsprung am Fersenknochen sein.


4. Behandlung der Achillobursitis – was kann man tun?


In der Akutphase kann man kühlen, abschwellende Maßnahmen ergreifen und / oder Maßnahmen gegen die Entzündung einsetzen.

Danach bieten sich eine Reihe von Therapiemaßnahmen an: unter anderem Physiotherapie, Stoßwelle, Krafttraining (z.B. exzentrisches Krafttraining, aber nur bis auf Höhe des Bodens die Ferse absenken), oder auch Tragen des FALKE Achilles, wenn man bereits leichte Sportübungen machen darf. Bitte aber unbedingt die Informationen für die richtigen Therapieformen bei Ihrem Arzt oder Physiotherapeuten einholen.


5. Dauer der Behandlung bei einer Achillobursitis:


  • Geduld ist gefragt: bis zu 1 Jahr!
  • Zurück zu sportlicher Belastung nach ca. 5 Monaten*.
  • Vollbelastung im Sport, auch mit extremen Belastungen für die Achillessehne/Bursa nach 1 Jahr.

Anmerkung*: Eine Rückkehr zur Vollbelastung im Rahmen der Achillessehnen-Therapie ist abhängig von

  • dem Verlauf der Heilung, der individuell unterschiedlich sein kann und natürlich auch von den angewandten Methoden abhängt;
  • der Sportart: Bei Sportarten mit überwiegend zyklischen Bewegungen, zum Beispiel Joggen, geht es schneller (ca. 4 bis 5 Monate), bei Sportarten mit großen Belastungen durch Sprünge und vor allem bei allen Sportspielen mit schnellen Richtungswechseln und abruptem Stoppen und Beschleunigen dauert es meist länger.

Immer muss zusammen mit dem Therapeuten entschieden werden, wann die Rückkehr möglich ist!

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